FOODSHARING IN KARLSRUHE - LEBENSMITTEL UM 90 PROZENT REDUZIERT
UMSETZUNG
„In den Bauch statt in die Tonne!“ – unter diesem Motto setzt sich der Karlsruher SC gegen Lebensmittelverschwendung ein. Durch die Zusammenarbeit zwischen der eigenen sozialen Dachmarke KSC TUT GUT. und Foodsharing Karlsruhe e.V. bleiben nach den Heimspielen durchschnittlich bis zu 275 Kilogramm genießbare Lebensmittel von der Entsorgung verschont und werden stattdessen im Anschluss an Menschen in der gesamten Region ausgeliefert, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, Teil der Foodsharing-Community Karlsruhe sind oder sich schlichtweg für die Rettung von Lebensmitteln einsetzen möchten. So konnten seit Einführung des Konzepts zur Rückrunde der Saison 2022/2023 über 12 Tonnen übrige Speisen nach einem Heimspieltag vor der Tonne gerettet werden.
Nachdem die Fans das Stadion verlassen haben, werden die Lebensmittelreste in der Zentralküche, sowie an einem zentralen Kiosk gesammelt. Anschließend werden die beteiligten Parteien (KSC, Caterer, Foodsharing Karlsruhe) darüber informiert, welche Mengen an Lebensmittel zur Abholung zur Verfügung gestellt werden können. Rund drei Stunden nach Spielende kann das Essen von den Foodsharing-Mitgliedern abgeholt und gegebenenfalls weiterverteilt werden.
HINTERGRUND
Seit der Rückrunde der Saison 2022/23 wendet der Club ein Foodsharing-Konzept an, mithilfe dessen die Lebensmittelabfälle aus den Zuschauer- und Hospitality-Bereichen des eigenen Stadions um etwa 90% reduziert werden konnten. Außerdem wurde der KSC für sein Foodsharing-Konzept mit dem „Lichtblick des Jahres 2023“ ausgezeichnet.
Dass die Aktion solch ein Erfolg werden konnte, liegt auch am Einsatzwillen der Beteiligten, die allesamt dazu bereit sind, ein bis zwei Arbeitsschritte mehr zu absolvieren. Dies betrifft beispielsweise das Sortieren der Speisen.
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| Zeitaufwand | ||||||||||
| Personalaufwand | ||||||||||
| Budget | ||||||||||
HERAUSFORDERUNGEN
- Im Zuge der Entwicklung des Konzepts befassten sich die Verantwortlichen auch mit den juristischen Fallstricken
- Insbesondere die strengen Hygieneauflagen im Lebensmittelbereich sowie
- die Haftungsfrage bei der Weitergabe stellen für viele Vereine, Caterer oder Restaurants eine große Hürde dar
Kontakt
Max Ganter, Karlsruher SC; KSC TUT GUT. Projektmanager m.ganter@ksc.de
Dieses Good Practice-Beispiel wurde im Rahmen des Projektes Circular EURO (im Auftrag des BMUV) identifiziert und erarbeitet.