UMSETZUNG
Bei den Swim Race Days wurde das Nachhaltigkeitskonzept umgesetzt, indem bewusst auf umweltfreundliche Materialien und ressourcenschonende Verfahren gesetzt wurde. So wurde altes Werbematerial wie Veranstaltungsbanner nicht einfach entsorgt, sondern recycelt — daraus entstanden 75 robuste Taschen, die eine zweite Nutzung erhielten.
Zudem wurde Einwegplastik bei der Veranstaltung vermieden. Stattdessen kamen Mehrwegbecher und -schalen aus biobasierten, nachhaltigen Materialien zum Einsatz. Die verwendeten Produkte bestehen zu 90–95 % aus nachwachsenden Rohstoffen, die als Nebenprodukt der Zuckerrohrproduktion gewonnen werden. Das Material bindet zudem pro Kilogramm etwa 1,5 kg CO₂-Äquivalente. In Kombination mit dem eingesetzten Pfandsystem verbessert sich die CO₂-Bilanz zusätzlich, da die Mehrwegprodukte vielfach wiederverwendet werden können. Sie sind spülmaschinenfest und lassen sich am Ende ihres Lebenszyklus recyceln, wodurch ein geschlossener Materialkreislauf gefördert wird.
Durch den Einsatz der Mehrwegprodukte werden pro Veranstaltung rund 320 Einwegbecher und 160 Einwegteller eingespart. Das entspricht insgesamt 480 vermiedenen Einwegprodukten je Veranstaltung. Hochgerechnet auf einen Zeitraum von zehn Jahren ergibt sich eine Einsparung von rund 19.200 Einwegprodukten.
Zusätzlich wurden organisatorische Maßnahmen umgesetzt: Der Papierverbrauch wurde reduziert, z. B. durch digitale Protokolle statt gedruckter Ergebnisse, QR-Codes statt ausgedruckter Melde- und Ergebnislisten und weniger gedruckte Unterlagen insgesamt.
Damit kombiniert das Event ökologische, organisatorische und materialbezogene Ansätze, um Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen zu verankern.
HINTERGRUND
Die Swim Race Days in Dortmund werden — initiiert durch SV Westfalen Dortmund — bewusst als Sportevent mit Nachhaltigkeitsfokus organisiert. Mit regelmäßig rund 650 Teilnehmenden setzt die Veranstaltung ein Zeichen dafür, dass sich nachhaltige Eventorganisation und leistungsorientierter Wettkampfsport erfolgreich verbinden lassen. Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, und Ressourcen- und Umweltbewusstsein in der Veranstaltungsorganisation zu verankern. Für dieses Engagement wurde der Verein mit dem 2. Platz im Wettbewerb „Nachhaltige Sportvereine“ der WestDerby Zukunft ausgezeichnet.
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HERAUSFORDERUNGEN
- Mehraufwand bei Planung und Organisation nachhaltiger Materialien und Prozesse.
- Abhängigkeit von externen Partnern und Dienstleistern für nachhaltige Lösungen.
- Notwendigkeit, Teilnehmende und Besucher für Mehrweg- und Recyclingkonzepte zu sensibilisieren und zu motivieren.
- Logistischer Aufwand bei Sammlung, Reinigung und Rückführung von Mehrwegmaterialien.
Kontaktmöglichkeit
Uwe Weckelmann und Naomi Dorn: nachhaltigkeit@svwestfalen.de