STEUERUNGSBEREICH BETEILIGUNG
WARUM BETEILIGUNG?
Sportveranstaltungen sind Momente des Miteinanders und des gemeinschaftlichen Erfolgs. Insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeitsleistungen ist ein effektives Stakeholdermanagement inklusive der Einbindung von internen Stakeholdern (z. B. Mitarbeitende) sowie externen Stakeholdern (z. B. Öffentlichkeit) von großer Bedeutung. Beteiligung bedeutet einen kontinuierlichen Austausch mit verschiedenen Personen und Organisationen, einschließlich solcher außerhalb des Sports wie der lokalen Bevölkerung, Bürgerinitiativen, Kindern und Jugendlichen sowie zivilgesellschaftlichen Gruppen. Die Anliegen und Anregungen dieser Stakeholder werden ernst genommen und, soweit möglich, in allen Phasen der Sportveranstaltung – von der Planung bis zur Umsetzung – berücksichtigt.
DIE ZENTRALEN ZWECKE EINER BETEILIGUNG LAUTEN:
- ✔ Akzeptanz: Die Beteiligung und die Berücksichtigung der Interessen der wichtigsten Stakeholder bilden eine zentrale Grundlage für deren Akzeptanz hinsichtlich aller Nachhaltigkeitsaktivitäten in allen Phasen der Sportveranstaltung.
- ✔ Wertvolle Expertise: Durch die Beteiligung verschiedenster Stakeholder fließt relevantes Wissen in die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Veranstalters ein.
WICHTIGE SCHRITTE FÜR DEN STEUERUNGSBEREICH BETEILIGUNG
Wichtige Schritte für ein effektives Stakeholdermanagement sind:
Identifizieren Sie interne und externe Stakeholder, die direkt oder indirekt von der Sportveranstaltung betroffen sind und für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele berücksichtigt werden müssen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei oft übersehenen und nicht eingebundenen Gruppen (d. h. marginalisierten Bevölkerungsgruppen).
Hinweis für Einsteiger: Starten Sie mit einer einfachen Liste mit folgenden Stakeholdern: Teilnehmende, Besuchende, Sponsoren und Fördermittelgeber, Medien, Sportverbände, Anwohnende, Behörden. Erweiterten Sie diese mit der Zeit oder bei Bedarf.
Ermitteln Sie die Interessen, Erwartungen, Bedenken und Anforderungen der identifizierten Stakeholder durch Befragungen.
Hinweis für Einsteiger: Starten Sie mit informellen Gesprächen oder kurzen Umfragen, um ein erstes Verständnis von den Erwartungen und Bedürfnissen Ihrer Stakeholder zu erhalten.
Kategorisieren Sie die identifizierten Stakeholder nach ihrer Bedeutung, ihrem Einfluss oder ihren Interessen. Unterscheiden Sie dabei zwischen Hauptinteressengruppen (d. h. Key Stakeholdern, welche die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele maßgeblich beeinflussen) und Randinteressengruppen.
Hinweis für Einsteiger: Starten Sie mit einer groben Einteilung, indem Sie in Ihrer Liste aus Schritt 1 lediglich zwei bis drei Stakeholdergruppen als Key Stakeholder identifizieren und die anderen als Randinteressengruppen bestimmen.
Erstellen Sie ein Konzept, das den Zeitpunkt und die Art der Einbindung der verschiedenen Gruppen festlegt. Dieses umfasst die Planung, die Schaffung und das Management von Beteiligungs- und Kooperationsformaten sowie die Erstellung eines Stakeholderkommunikationsplans.
Hinweis für Einsteiger: Gestalten Sie Ihr Beteiligungskonzept einfach und praxisnah. Planen Sie regelmäßige Updates über Ihre Kommunikationskanäle (z. B. Ihre Website oder Ihren Newsletter), um alle Stakeholder informiert zu halten. Bleiben Sie offen für Feedback.
Führen Sie Beschwerdemechanismen ein. Achten Sie darauf, dass es nur eine Anlaufstelle gibt (siehe Steuerungsbereich Menschenrechte Schritt 6), um den Prozess für die Anwenderinnen und Anwender zu erleichtern.
Hinweis für Einsteiger: Sie müssen nicht von Grund auf eigene Beschwerdemechanismen entwickeln. Nutzen Sie bestehende Strukturen, wie sie von Verbänden oder anderen übergeordneten Initiativen angeboten werden, und verweisen Sie auf diese in Ihren Kommunikationskanälen.
Überprüfen Sie kontinuierlich die Umsetzung des Beteiligungskonzepts und nehmen Sie gegebenenfalls Anpassungen vor.
Hinweis für Einsteiger: Planen Sie einfache Feedbackrunden nach der Veranstaltung oder führen Sie kurze Umfragen durch, um zu prüfen, wie die Stakeholder eingebunden wurden und ob Verbesserungen nötig sind. Kleine, regelmäßige Anpassungen können die Effektivität Ihres Beteiligungskonzepts deutlich steigern.
Weitere Informationen zum Zeitpunkt der Durchführung der jeweiligen Schritte sowie der Frequenz der Umsetzung befinden sich im Planungstool.